Warmluftsandwich erklärt den Eisregen

Am Wochenende wird nicht nur interessant werden, wo der meiste Schnee fällt. Am Südrand der Luftmassengrenze wird auch Eisregen zum Thema. Neben glatten Straßen ist Eisbruch möglich. Aber warum regnet es überhaupt in der Frostluft?

Normalerweise wird es mit der Höhe kälter. Jetzt haben wir aber eine besondere Situation: Wir starten ins Wochenende mit Plusgraden swohl in tiefen also auch in mittleren Höhenlagen. Dann kommt der bodennahe Ostwind ins Spiel. Mit diesem sinken die Temperaturen vom Sauerland und von Richtung Hessen her unter den Gefrierpunkt, obwohl es in mittleren Höhenlagen um 1000 Meter noch Plusgrade gibt. Dort werden aus den Schneeflocken Tropfen und diese fallen in die bodennahe Frostluft. Durch den nassen und warmen Untergrund wird sich Eis zuerst auf Sträuchern, Bäumen und zum Beispiel Strommasten anlagern. Glätte auf den Straßen entsteht etwas später..

Es bleibt die spannende Frage, wo es genau Eisregen geben wird. Wie bei der Schneeprognose gibt es weiterhin große Unsicherheiten. Nach den neusten Modellen muss man damit vor allem im östlichen Westerwald Richtung Hessen, im Siegerland, im Sauerland und in Teilen des Oberbergischen Landes rechnen. Vielleicht ist auch das östliche Siegtal mit betroffen. Sowohl in Sachen Neuschnee als auch in Sachen Eisregen ist weiterhin eine Verschiebung nach Norden oder Süden möglich.

Mir ist bewusst, dass Formulierungen wie "ist noch unsicher" nerven. Leider ist seriös aber keine andere Aussage möglich. Es ist sicher, dass wir hier im Westen innerhalb einer  Autostunde markante Gegensätze von tiefstem Winter mit viel Neuschnee über Regionen mit Eisregen bis hin zu nassem Schmuddelwetter alles sehen werden. Auf den Kilometer genau ist eine regionale Prognose aber selbst 24 bis 48 Stunden nicht machbar - das zeigen auch die völlig unteschiedlichen Vorhersagen der verschiedenen Wettermodelle.


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