Monatsrückblick Oktober

Der Oktober 2020 hat sich deutlich nasser und trüber gezeigt als im Klimamittel. Insgesamt war es außerdem etwas wärmer, wobei besonders die Tiefsttemperaturen außergewöhnlich waren.

Es gab kaum einen Tag ohne Regen. Nur um die Monatsmitte und am Ende des Monats konnte man den Schirm 2 bis 3 Tage in Folge mal zu Hause lassen. Mit 100 bis über 130 Liter pro Quadratmeter fiel im östlichen Siegtal, im Bergischen sowie im Sauer- und Siegerland der meiste Niederschlag. Richtung Rhein waren es mit 70 bis 80 Liter deutlich weniger. Diese Verteilung ist typisch für häufige Südwestwetterlagen. Das Rheinland profitiert dabei von Föhneffekten durch die Eifel. Dort, wo die Luft den Berg rauf muss, kommt deutlich mehr herunter. 

Der Oktober war außergewöhnlich trüb. Vielfach kamen nur 30 bis 40 Prozent des Klimamittels an Sonnenstunden zusammen. Damit belegt dieser Monat den ersten Platz der trübsten Oktobermonate seit 1998! 

Bei den Temperaturen gab es leichte Abweichungen nach oben, die aber nicht außergewöhnlich waren. Bemerkenswert waren allerdings die milden Nächte. Durch die Tiefdruckwetterlagen haben viele Wolken die nächtliche Abstrahlung der Wärme verhindert. In der Region gab es abgesehen von einigen exponierten Tälern im Siegerland und in der Eifel keine Nacht mit Frost. Beispielsweise lag die niedrigste Nachttemperatur am Flughafen Köln/Bonn bei plus 2.8 Grad. Man muss schon bis ins Jahr 2006 zurück, um einen noch höheren Wert zu finden (3.3 Grad). Dass es im Oktober schon richtig frostig sein kann, zeigt ein Blick ins Jahr 2012. Da lag die tiefste Nachttemperatur in der Domstadt bei minus 5.2 Grad.

Und was bleibt sonst noch in Erinnerung?

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