Schwere Unwetter im Raum Hennef

Unglaubliche Szenen aus Hennef-Lanzenbach. Die Straßen sind zu Flüssen geworden und reißen alles mit.

Ein Unwetter mit Starkregen hat am Freitagabend im Raum Hennef für schwere Schäden gesorgt. Innerhalb kurzer Zeit fielen teils über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Besonders getroffen wurde unter anderem der Ortsteil Lanzenbach.

Video: Es sind dramatische Bilder, die man eigentlich nicht sehen will. Das Wasser kennt kein Halten. Falls der Abspielknopf des Videos nicht angezeigt wird, Foto etwas scrollen.

Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK waren im Einsatz. Viele Keller liefen voll und Hänge rutschen ab. Wie sah es bei auch aus? Wettermeldungen, Bilder und Videos bitte via WetterMüller WetterMelder teilen, danke!

Einige Straßen immer noch gesperrt

Die Stadt Hennef teilt auf ihrer Facebook-Seite am Samstag mit, dass die B 478 zwischen Allner und Bröl und die L 331 vom Hennefer Zentrum bis Söven noch gesperrt bleiben. Gleiches gilt für die Unterführung Theodor-Heuss-Allee.

Die Stadt stellt in den besonders stark betroffenen Gebieten Container auf, in die die betroffen Bürger Unrat entsorgen können: in Lanzenbach, Edgoven, an der Theodor-Heuss-Allee, in der Fritz-Jacobi-Straße, der Königsstraße und auf dem Schulparkplatz Gartenstraße. Die Container bleiben zunächst bis Montag, gegebenenfalls werden weitere Container aufgestellt.

Im Umland kaum Probleme - typisch für Gewitterwetterlagen

Ganz anders in der Umgebung: Auch dort gab es zwar Regenfälle und Gewitter, aber das Ganze ging glimpflich ab. In Neunkirchen-Seelscheid beispielsweise wurden nur knapp 19 Liter pro Quadratmeter gemessen, in Hilgenroth im nördlichen Westerwald nicht mal 10. 

Und genau das ist typisch für solche sommerlichen Gewitterwetterlagen. Einige Orte tritt es ganz heftig wie hier Hennef, viele andere werden wieder sagen "bei uns war nichts, die Warnungen waren falsch".  Man kann nicht oft genug betonen, dass sich im Vorfeld definitiv nicht vorhersagen lässt, welchen Ort es genau trifft, sondern nur sagen, dass das Potenzial für Unwetter da ist und hinzufügen, dass es am Ende nur punktuell extrem wird. Schon ab heute geht das Gewitterrisiko zurück und auch in den nächsten Tagen ist zum Glück in unserer Region keine neue Unwetterlage in Sicht.

Vor fast genau drei Jahren am 31. Mai 2018 hatte es eine andere Region im Siegtal heftig getroffen. Damals gab es schwere Überflutungen im Raum Betzdorf und Kirchen. 


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