Ohne Regen: Kleine "Hochwasserwelle" am Rhein

Zumindest kurze Entspannung für die Schifffahrt

Seit vielen Wochen bestimmen Trockenheit, Dürre und als Folge die großen Probleme bei der Rhein-Schifffahrt die Schlagzeilen in der Region. Doch jetzt zeichnet sich zumindest vorübergehend eine deutliche Entspannung ab. Und das ohne Regen.

In der Pegelprognose vor allem zum Start in die neue Woche ist ein deutlicher Anstieg  zu sehen. Wie kommt es dazu? Generell gilt, dass vor allem  Pegel bei kleinen Bächen und kleineren Flüssen direkt auf Niederschläge in der Umgebung mit schnellen Anstiegen reagieren. Bei großen Flussläufen ist die Situation anders. Dann kommt es sehr häufig nur darauf an, was am Oberlauf passiert ist. Und hierfür braucht man in diesen Tagen nur Richtung Alpenraum zu schauen. Dort gab es im Gegensatz zu unseren spärlichen Regenmengen intensive Niederschläge, sodass die Pegel auch am Oberrhein anstiegen.

Basel-Welle schwappt zu uns nach Norden

Beispiel Basel: Dort ist der Wasserstand von Freitag auf Samstag von 5.11 Meter auf 6.19 Meter angestiegen. Und genau diese "Hochwasserwelle" ist es, die jetzt rheinabwärts nach Norden schwappt und dann auch bei uns den Anstieg der Pegel verursachen wird.

Klar ist auch, dass es sich hierbei wirklich nur um eine kleine Welle handelt. Nachhaltig ist der Anstieg nicht, sodass generell für den Herbst, wo traditionell zwischen September und November die niedrigsten Pegel des Jahres gemessen werden, noch keine Aussage möglich ist. Klar ist: Ab Mitte der Woche werden die Pegel auch zwischen Koblenz und Düsseldorf wieder anfangen zu sinken.

Wann wird der Höchststand in Köln sein?

Nach neusten Prognosen wird das Maximum von Dienstag auf Mittwoch erwartet mit einem Scheitel zwischen 1.60 und 1.70 Meter. Das wären Werte, die man am Fuße des Doms seit über 5 Wochen nicht gesehen hat. Hier kann man die Pegelprognose für Köln verfolgen.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 21.08.2022 um 10:22 von: (Aktueller Stand vom 22.08.2022 um 07:43)
Markus Müller
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